23.04.2021 Corona – Herausforderungen für die Feuerwehr

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Die Pandemie hat vieles verändert und manche Probleme werden präsenter!

Seit nun mehr als einem Jahr sind wir von Corona „gefangen“. Alle Bürgerinnen und Bürger leiden an der Pandemie und ihren Auswirkungen und notwendigen Maßnahmen.

Wie sicher schon bekannt, sind die Feuerwehren auch dementsprechend in ihrem Wirken eingeschränkt. So dürfen nach wie vor Übungen nur in Kleingruppen abgehalten werden. Derzeit dürfen wenigstens auch wieder Jugendstunden abgehalten werden. Besprechungen und Sitzungen sind nur in Ausnahmefällen erlaubt und die Leistungsbewerbe wurden auch für 2021 wieder vollkommen abgesagt.

Auch unsere Veranstaltungen waren bzw. sind davon betroffen. Die heurige Florianifeier findet definitiv nicht statt und die nächsten Veranstaltungen im Sommer (unser Kirtag-Frühschoppen, Sonnwendfeuer und Dorffest der FF Rutzenmoos) können wahrscheinlich auch nicht abgehalten werden. Das dies durchaus mittel bis große Auswirkungen auf die Finanzen der Feuerwehren hat, davon hat die FF Rutzenmoos in den letzten Gemeindenachrichten schon berichtet.

Nicht weniger geworden sind jedoch die Einsätze. Leider, denn jedem Einsatz geht ein Schadensereignis voraus. So rückten wir 2021 schon wieder zu sieben Brandmeldealarmen, zwei Wohnhausbränden, einer Fahrzeugbergung, einer Personenbergung und einigen Verkehrsunfällen aus. Neben diesen größeren Ereignissen gibt es aber noch viele „kleinere“ Erledigungen, wie Pumparbeiten, Straßenreinigungen, Transportfahrten etc..
Die Transportfahrten sind in erster Linie im Zuge der Unterstützung bei den Corona-Teststraßen notwendig.

Aufgrund dieser Anzahl an Einsätzen ist im Feuerwehrhaus immer reger Betrieb, auch wenn dies gar nicht sein sollte. Aber die Einsätze und die erforderlichen Vor- und Nachbereitungsarbeiten müssen durchgeführt werden.

Die räumlich begrenzten Gegebenheiten in unserem Feuerwehrhaus sind hier nicht gerade förderlich. Es gibt einfach nur begrenzte (zu wenig) Waschmöglichkeiten und Manipulationsräume (Mittel für Corona-Tests werden bei uns immer wieder zwischengelagert). Gerade in Zeiten, in denen Abstand halten das Maß aller Dinge ist, ist diese Situation nicht zufriedenstellend.

Liebe Bevölkerung von Regau. Sie können sich darauf verlassen, dass wir immer für Ihre Sicherheit da sind und ausfahren, wenn unsere Hilfe benötigt wird (wie wir das in der Vergangenheit schon immer gemacht haben). Dafür halten wir uns an alle Vorgaben und Maßnahmen und haben teilweise darüber hinaus strengere Regeln festgelegt.

Zwei Themen „brennen“ aber und sind für uns sehr, sehr wesentlich:

Einmal die Impfung. Hier ist es wichtig, dass die Regierung und die Verantwortlichen die Feuerwehren wieder in den Impfplan aufnehmen, damit alle, die wollen, sich auch impfen lassen können. Dies hat für uns große Bedeutung, denn es geht um unseren und auch Ihren Schutz!

Und zum anderen die Schaffung der erforderlichen Infrastruktur – sprich Feuerwehrhauserweiterung – auf die wir schon jahrelang aufmerksam machen! Gerade in der jetzigen Zeit werden die aufgezeigten Schwächen im täglichen Ablauf und der akute Platzmangel noch deutlicher und Improvisation ist täglich angesagt.

Wir können langfristig nur helfen, wenn wir gesund bleiben und sicher sind!

Daher hoffen wir auf rasche Unterstützung seitens der Politik zu unseren „Brenn“punkten, vor allem von der lokalen Politik zum Thema Feuerwehrhauserweiterung!

KDT HBI Christoph Staudinger (Foto: 2020)

 Dieselspur beseitigt